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Erfahrungsbericht: Notruf System dguard

7 Jan , 2018,
Klaus Spitzer

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Seit einem Jahr hab ich jetzt mein dguard in Betrieb. Das eCall System, mit seinen Sensoren, wird fest im Motorrad verbaut und ruft bei einem Unfall automatisch Hilfe. Das funktioniert in ganz Europa und im Ausland auch in der Landessprache. Zusätzlich kann, über die App, eine Diebstahl Warnfunktion aktiviert werden. Das ist gerade im Urlaub praktisch und wird von mir regelmäßig genutzt.

Meine Erfahrungen

Etwas fummelig war der Einbau. Mein unboxing Video zeigt die verschiedenen Komponenten, die angeschlossen werden müssen. Besonders die Justierung des Sensors war schwierig. Entweder hat er den Fahrer nicht erkannt oder er war zu nahe an anderen Teilen unter der Sitzbank, die ihn einklemmen konnten. Gelöst hat die Firma Digardes dieses Problem durch ihre Partnerschaft mit Zweiradfirmen. Die Übersicht zeigt, welche Händler das System einbauen. Im Raum Frankfurt hätte ich hier genügend Auswahl. Sehr dünn wird es allerdings im Süden oder Osten der Republik. Berlin, Hamburg oder München fehlen komplett. Hier muss die Firma noch nachbessern.

Die Unterhaltskosten sind in den ersten zwei Jahren im Kaufpreis enthalten. Danach wird eine Jahresgebühr von „unter 30,-€“ für den Service fällig. Das ist sehr überschaubar, wen man bedenkt, dass im Modul auch eine Sim-Karte verbaut ist.

Im Alltag hab ich das System bisher – zum Glück – noch nicht gebraucht. Mir gefällt aber die, gut erkennbare, Statusleuchte. Sie ist direkt am Taster angebracht und zeigt zuverlässig die Funktion an. Mit der App kann ich zusätzlich neue Updates aufspielen und die Sensoren prüfen. Alles ganz benutzerfreundlich aufgebaut.

Natürlich wollte ich ausprobieren, was die Technik macht, wenn wirklich ein Notfall kommt. Dazu muss ich sagen, dass ich – als Motorradtrainer – den einen oder anderen Vorteil habe. Wir hatten die Firma Digades zu einer Präsentation eingeladen. Dabei wurde ein fingierter Notruf  abgesetzt. Natürlich nicht zur Rettungsleitstelle, sondern umgeleitet auf ein Handy. Eine Computerstimme sagt (in der Landessprache), dass ein Motorrad an einem Unfall beteiligt ist und gibt die GPS Koordinaten durch. Danach wird mit der Freisprecheinrichtung des Fahrers verbunden. Klappt alles reibungslos, so lange das Motorrad im freien steht und die Sim-Karte Empfang hat. (Wobei Notrufe immer über alle verfügbaren Netze vermittelt werden.)

Was ich bisher noch nicht getestet hab

Das dguard koppelt sich automatisch mit der Freisprecheinrichtung im Helm. Damit wäre es möglich, nach dem Notruf, mit der Rettungsleitstelle zu telefonieren. Bisher fahre ich nicht mit Intercom. Deshalb hab ich damit noch keine Erfahrungen.

Mein Fazit

Natürlich ist das dguard nicht günstig. Die Entwicklung war aufwendig und die Komponenten sind erstklassig verarbeitet. Auch die Software und der Service (ich musste mal mein System neu starten lassen) arbeiten top. Wichtig für mich war, dass ich ein System bekomme, dass mich und meine Teilnehmer zuverlässig bei Unfällen, auch im Ausland, schützt. Mit dem dguard kann ich schnell Hilfe holen. Das ist mir als Trainer und Tourguide besonders wichtig. Nur so kann ich sofort wirklich helfen, ohne am Handy zu fummeln. Für mich stehen Kosten und Nutzen damit in einem angemessenen Verhältnis.

Unboxing Video


 

Notruf System für Motorradfahrer

19 Feb , 2017,
Klaus Spitzer

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In Deutschland sind wir es gewohnt, dass innerhalb kürzester Zeit, nach einem Unfall, Hilfe erscheint. Was aber, wenn Du alleine unterwegs bist, von der Straße abkommst und Dich niemand gesehen hat? „Ich hab ja das Handy dabei!“ werden jetzt viele danken. „Klar, aber…“ könnte man jetzt entgegnen.

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